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Psychotherapien
auf dem Prüfstand

TAROT

| Geschichte und Konzept | Kritik | Bibliographie |


Quelle: Krista Federspiel, Ingeborg Lackinger Karger: "Kursbuch Seele"; Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1. Auflage, Köln 1996
...........Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages Kiepenheuer & Witsch


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vikas / Tarot
Geschichte und Konzept

Das Tarot besteht aus einem Satz von 78 Karten mit symbolischen oder allegorischen Darstellungen. Solche Karten sind erstmals Ende des 14. Jahrhunderts in Italien aufgetaucht, die Wurzeln des Tarot reichen vermutlich zurück bis zu den altägyptischen Mysterienschulen. Die ursprünglich orientalischen Kartensymbole wurden den gängigen Vorstellungen der Europäischen Renaissance angepaßt. Heute sind mehr als hundert verschiedene Tarotkartensets auf dem Markt, unzählige Bücher und Kurse erklären Tarot, den »Schlüssel zur Innenwelt«, und weisen mit ihrer Deutung den Weg zur Selbsterkenntnis und Zukunftsschau.

Das Tarot ist aufgeteilt in 56 Karten der »kleinen Geheimnisse« (Kleine Arkana) und in 22 Karten der »großen Geheimnisse« (Große Arkana). Die Karten der Großen Arkana stehen für individuelle seelische Aspekte. In der Reihenfolge ihrer Numerierung aneinandergelegt, zeigen sie, wie es heißt, in -> archetypischen Bildern einen Einweihungsweg mit verschiedenen Stationen. Die symbolhaften Bilder zeigen Figuren, wie die Liebenden, den Priester, den Narren, den Magier, den Eremiten, den Gehenkten und den Teufel, oder Allegorien, wie die Welt, den Tod, den Triumphwagen oder das Gericht.

Die Karten der Kleinen Arkana werden nach den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft in vier Gruppen aufgeteilt. Sie zeigen Schwerter, Stäbe, Kelche, Münzen oder Schilder. Diese Karten sind die Vorläufer unserere heutigen Spielkarten mit ihren vier Farben. Im Tarot sollen sie auf die Angelegenheiten des Alltags hinweisen.

Alle 78 Karten zusammen stellen ein symbolisches Abbild der Gesetze des Kosmos dar und sollen dazu beitragen, Schicksalsfragen zu beantworten und Lebenssituationen zu klären.

In einem bestimmten Schema werden die vorher gut gemischten Karten verdeckt aufgelegt. Nun werden Karten gezogen, beispielsweise je eine für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das Verhältnis der Kartensymbole zueinander wird im Hinblick auf den persönlichen Schicksalsweg der FragestellerInnen gedeutet. Auch Rat und Hilfe bei Alltagsproblemen wird auf solche Weise erfragt.

Die Auslegung ist allerdings nicht einheitlich, sondern je nach Schule sehr unterschiedlich, ähnlich wie in der -> Astrologie.

Gemäß esoterischer Vorstellung ist es kein Zufall, welche Karten gezogen oder aufgedeckt werden: Da die Lebensgegenwart der Ratsuchenden im Zusammenhang mit dem Kosmos steht, soll sich eine gewisse Kombination ergeben. Tatsächlich führen Glaubensbereitschaft und Selbsttäuschung dazu, daß die Zusammenhänge plausibel erscheinen.

 

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vikas /Tarot
Kritik

Tarot kann ein durchaus anregendes Mysterienspiel sein und unterhalten.

Als Zukunftsorakel kann Kartenlegen für Menschen in Krisen allerdings gefährlich werden.
Für ernstzunehmende diagnostische Aussagen sind die Tarotkarten oder sonstige Spielkarten nicht geeignet.

Zukunftsdeutung aus den Karten muß als Scharlatanerie gelten.

 

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Bibliographie

 

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 ©    Edition VIKAS 2008