federspiel2V I K A S
Psychotherapien
auf dem Prüfstand

REBALANCING, POSTURALE INTEGRATION

| Geschichte und Konzept | Therapieablauf | Anwendungsbereiche | Kritik| Bibliographie |


Quelle: Krista Federspiel, Ingeborg Lackinger Karger: "Kursbuch Seele"; Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1. Auflage, Köln 1996
...........Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages Kiepenheuer & Witsch


| Therapien - Geschichte und Selbstverständnis | Therapien - tabellarischer Überblick | INFOSERVER |Anbieter in Sachsen und Thüringen |

 

vikas / Rebalancing und Posturale Integration
Geschichte und Konzept

Verwandt mit -> Rolfing ist das »Rebalancing«. Bei diesem Verfahren wird die Massage sanfter als bei Rolfing ausgeübt. Rebalancing ist innerhalb der sektenähnlichen -> Rajneesh-Bewegung entstanden.

Rebalancer haben keinerlei geregelte Ausbildung.

Ebenfalls eine Weiterentwicklung des Rolfing ist die »Posturale Integration«, kurz P.l. genannt. Sie wird seit den 70er Jahren von dem amerikanischen »Hippie-Philosophen« Jack Painter (*1933) verbreitet, nimmt zusätzlich Anleihen bei anderen Körperverfahren. P.l. ist tief eingreifend, zum Beispiel wird hier auch an der Muskulatur der Mundhöhle gearbeitet. Die Ausbildung der P.l.-TherapeutInnen jedoch ist nicht geregelt, ihre Qualifikation äußerst fraglich.

 

^

vikas / Rebalancing und Posturale Integration
Therapieablauf

Bei diesem Verfahren wird die Massage sanfter als bei -> Rolfing ausgeübt.

 

^

vikas /Rebalancing und Posturale Integration
Anwendungsbereiche

Rebalancing und P.l. zielen über die Anwendungsbereiche des Rolfing hinaus auf die Erweiterung des Körperbewußtseins und auf Selbstverwirklichung ab.

 

^

vikas / Rebalancing und Posturale Integration
Kritik

TherapeutInnen der Strukturellen Integration, Rebalancer und P.-I.-TherapeutInnen  haben  keine  ausreichende physiotherapeutische Ausbildung. Fak­
toren, die eine Behandlung ausschließen, können sie daher nicht erkennen.

Bei zu raschem Vorgehen gegen Muskelverhärtungen können akute Entzündungen innerer Organe und Drüsen auftreten.

Den TherapeutInnen  fehlt  eine psychotherapeutische Ausbildung. Das Risiko ist groß, daß tiefgreifende seelische Prozesse angeregt, aber nicht therapeutisch abgeschlossen werden. Orientierungslosigkeit kann die Folge sein.

Rolfing,  Rebalancing  und  ganz besonders  P.I.   sind  sehr  schmerzhaft und  führen  häufig   zu  Muskel-   und Gefäßverletzungen sowie zu Blutergüssen. Noch Wochen nach der Behandlung kann ein Muskelkater anhalten.

Es ist zweifelhaft, ob tiefgehende Eingriffe in das Bindegewebe psychophysische Blockierungen beheben können. Ob die behaupteten Erfolge eintreten und anhalten ist ebensowenig dokumentiert wie die Nebenwirkungen der Behandlung.

Rebalancer behandeln auch die enitalen Zonen. Das kann Sexualstörungen auslösen und verstärken.

Rolfing und P.I. nehmen Anleihen bei okkulten Vorstellungen von der Körperaura  (s. ->  Kirlianfotografie), Rebalancing ist eingebettet in die
spirituellen Vorstellungen der -> Rajneesh- Sekte.

Keine der genannten Methoden ist geeignet, um seelische Störungen zu behandeln.

^

vikas / Rebalancing und Posturale Integration
Bibliographie

 

^

 


 ©    Edition VIKAS 2008