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Psychotherapien
auf dem Prüfstand

LÜSCHER - FARBTEST

| Geschichte und Konzept | Kritik | Bibliographie |


Quelle: Krista Federspiel, Ingeborg Lackinger Karger: "Kursbuch Seele"; Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1. Auflage, Köln 1996
...........Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages Kiepenheuer & Witsch


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vikas / Lüscher Farbtest
Geschichte und Konzept

Der Schweizer Psychologe Max Lüscher (*1923) veröffentlichte erstmals 1949 einen Test mit verschiedenen Farbkärtchen. Wer seine Persönlichkeit ergründen will, bekommt die Aufgabe, aus 73 Farbmustern - in der Kurzform des Tests sind es nur acht Farben - seine Lieblingsfarben auszuwählen und nach persönlicher Vorliebe zu reihen. Das wird zweimal ausgeführt. Aus dieser Reihenfolge wird dann anhand eines umfangreichen Auswertungskatalogs auf die Persönlichkeit geschlossen. Seit Jahrzehnten ist der Lüschertest Longseller unter den Ratgeberbüchern, und er zählt zu den bekanntesten aller Psychotestverfahren. Er wird bevorzugt von Laien - vor allem auch in der Unternehmensberatung — eingesetzt.

 

 

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vikas / L:üscher Farbtest
Kritik

Der   Lüschertest   berücksichtigt nicht, daß die Farbauswahl durch die Tagesverfassung  sowie  durch  vorherrschende  Modetrends  beeinflußt  wird. Das Resultat des Tests kann daher von einem zum anderen Tag variieren.

Lüschers Deutungskatalog ist willkürlich.
Seine Deutungen suggerieren Zutreffendes ähnlich wie der -> Barnum-Effekt der -> Astrologie.

Psychologische Forschungen haben festgestellt,
daß die Farbwahl nicht einmal als Stimmungsbarometer geeignet ist.   Die  Charakterisierung  durch  den Lüschertest wird von der Wissenschaft als unseriös abgelehnt.

 

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vikas /Lüscher Farbtest
Bibliographie

 

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 ©    Edition VIKAS 2008