federspiel2V I K A S
Psychotherapien
auf dem Prüfstand

ALEXANDER-TECHNIK

| Geschichte und Konzept | Übungsablauf | Anwendungsbereiche | Kritik| Bibliographie |


Quelle: Krista Federspiel, Ingeborg Lackinger Karger: "Kursbuch Seele"; Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1. Auflage, Köln 1996
...........Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages Kiepenheuer & Witsch


| Therapien - Geschichte und Selbstverständnis | Therapien - tabellarischer Überblick | INFOSERVER |Anbieter in Sachsen und Thüringen |

Bei meinen Konzertauftritten verkrampfte ich mich immer mehr, irgendwann konnte ich meine Geige kaum noch halten. Davon hat mich die Haltungsschulung befreit. Auch sonst gehe ich mit aufrechtem Gang durch die Welt. Doch wie's da drinnen aussieht, geht niemand was an.

 

 

vikas / Alexander-Technik
Geschichte und Konzept

Die F.-M.-Alexander-Technik trägt den Namen ihres Begründers, des australischen Schauspielers Frederick Matthias Alexander (1869-1955). Er mußte die schmerzhafte Erfahrung machen, daß ihm auf der Bühne immer wieder die Stimme versagte und keine medizinische Behandlung ihm helfen konnte. Also suchte er selbst nach Abhilfe. Vor dem Spiegel entdeckte er, daß er beim Sprechen den Kopf stark nach vorne reckte, was offenbar die Stimmbänder blockierte. Lockerungsübungen ließen nicht nur das Problem mit der versagenden Stimme verschwinden, sondern führten auch dazu, daß sich seine gesamte verkrampfte Haltung besserte. Aus dieser Erfahrung heraus entwickelte er ab 1890 ein umfassendes Training.

Laut Alexander ist ein harmonischer Bewegungsablauf nicht durch Willensanstrengung zu erlangen, sondern dadurch, daß Übende ihre geistige Haltung in die Bewegung übertragen. Ähnlich wie bei einer Meditation gilt es, gleichsam mit »absichtsloser Absicht« die vom Lehrer vorgeführte Haltung einzunehmen und sie regelmäßig zu trainieren.

In den angelsächsischen Ländern ist die F.-M.-Alexander-Technik seit den 30er Jahren weit verbreitet. Im deutschsprachigen Raum praktizieren sie bislang fast ausschließlich BühnenkünstlerInnen und MusikerInnen. Die Ausbildung in den Alexander-Schulen ist international einheitlich geregelt. In Deutschland arbeiten etwa 160, in Österreich und in der Schweiz nur wenige Alexander-LehrerInnen.

 

^

vikas / Alexander-Technik
Übungsablauf

Alexander-Technik wird in Einzelstunden durchgeführt.

Die KlientInnen müssen sich damit vertraut machen, sich selbst bei der Arbeit im Spiegel zuzusehen, um sich zu kontrollieren. Zunächst führen sie alltägliche Bewegungen aus: aufstehen, hinsetzen, bücken, gehen. Die Alexander-LehrerInnen analysieren, welche störenden Gewohnheiten sich dabei eingeschlichen haben. Sie korrigieren die Haltung mit sanfter Hand, leiten die KlientInnen gezielt an, sie zu verändern und die Bewegungen in physiologisch richtiger Weise ablaufen zu lassen. Allmählich verinnerlichen die Übenden dabei Alexanders Grundsätze: »Den Rücken lang machen, den Kopf frei schwebend waagrecht, die Schultern breit machen - und lächeln!«. Allmählich wird die elastisch-aufrechte Haltung in der Senkrechten selbstverständlich. Die Bewegungen werden anmutiger, und es entwickelt sich eine neue Körperwahrnehmung .

Dieses Ziel läßt sich meist in 25 bis 35 Einzelsitzungen erreichen. Um die aufrechte Haltung zu bewahren, ist jedoch weiterhin Übung erforderlich.

 

^

vikas /Alexander-Technik
Anwendungsbereiche

Alexander-Technik eignet sich vor allem, um Fehlhaltungen bei Menschen zu  korrigieren, die  professionell mit dem Körper arbeiten, wie SchauspielerInnen, MusikerInnen und TänzerInnen. Sie kann dazu beitragen, Streß abzubauen, und unterstützt therapeutische Maßnahmen bei psychosomatischen Beschwerden.

 

^

vikas / Alexander-Technik
Kritik

Es fehlt eine Dokumentation und somit der Nachweis, daß Alexander-Technik, wie behauptet, die seelische Haltung beeinflussen kann.

 

^

vikas /Alexander-Technik
Bibliographie

 

^

 


 ©    Edition VIKAS 2008