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Psychotherapien
auf dem Prüfstand

KIRLIANFOTOGRAFIE

|Geschichte und Konzept | Verfahrensweise | Kritik | Bibliographie |


Quelle: Krista Federspiel, Ingeborg Lackinger Karger: "Kursbuch Seele"; Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1. Auflage, Köln 1996
...........Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages Kiepenheuer & Witsch


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vikas / Kirlianfotografie

Geschichte und Konzept

Vor der Wiener Akademie der Wissenschaften berichtete 1867 der Chemiker Karl Freiherr von Reichenbach (1788-1869), er habe bei Tieren, Pflanzen und Menschen leuchtende »Emanationen« entdeckt, die er »odische Lohe« nannte. 1907 fotografierte der Pariser Physiker Hippolyte Baraduc die Leichen seines Sohnes und seiner Frau sowie eine Gebetssäule mit weißem Schein. Okkultistinnen priesen diese Fotos, die doch nur Belichtungs- und Entwicklungsfehler zeigten, als Bilder von der menschlichen Aura.

Schon um die Jahrhundertwende zeichnete man zum Zeitvertreib elektrische Funken auf Fotoplatten auf, Bouvier-Effekt genannt. Okkulte Bedeutung bekam dieses Phänomen erst durch die russischen Forscher Valentina und Semyon Kirlian. In den 40er und 50er Jahren experimentierten sie mit der Entladung hoher elektrischer Spannung, die an eine auf einer Fotoplatte liegende menschliche Hand geleitet wurde. Bei der Entladung entstand ein eindrucksvoller Funkenkranz. In der Folge versuchten sie mit dieser Technik, bei Mensch und Pflanze Krankheiten zu erkennen. Populär wurde die Kirlianfotografie, als die kalifornische Forscherin Thelma Moss in den 70er Jahren mit ihr psychische Zustände sichtbar zu machen glaubte.

Die Kirliantechnik soll sich zur Feststellung von körperlichen und seelischen Krankheiten eignen. Sie wird aber auch herangezogen zur Personalauswahl, zum Nachweis von Drogenrückständen im Körper, zur Wirksamkeitskontrolle von Behandlungen mit -> Bachblüten und anderem mehr. Kirlianfotografie ist heute unter verschiedenen Namen, wie zum Beispiel »Energetische Terminalpunktdiagnose«, bei HeilpraktikerInnen und Esoterikerlnnen sehr beliebt.

Vor einem Einzelgespräch wird ein Kirlianfoto der Hand, manchmal auch des Gesichts, angefertigt. Der Strahlenkranz (Korona), der sich darauf zeigt, wird von den TherapeutInnen je nach Farbe und Form gedeutet. Eine Systematik dafür gibt es nicht. Zeigt sich die Korona auf dem Kontrollbild, das nach der Sitzung angefertigt wird, verändert, gilt die Therapie als erfolgreich.

 

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vikas /Kirlianfotografie

Verfahrensweise

Vor einem Einzelgespräch wird ein Kirlianfoto der Hand, manchmal auch des Gesichts, angefertigt. Der Strahlenkranz (Korona), der sich darauf zeigt, wird von den TherapeutInnen je nach Farbe und Form gedeutet. Eine Systematik dafür gibt es nicht. Zeigt sich die Korona auf dem Kontrollbild, das nach der Sitzung angefertigt wird, verändert, gilt die Therapie als erfolgreich.

 

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vikas / Krilianfotografie

Kritik

Die Strahlenkorona auf Kirlianfotos  zeigt  nicht,  wie  behauptet,   eine »Lebensaura«:
Bei Experimenten stellte sich heraus, daß man mit der Kirliantechnik sowohl von lebenden Personen wie  von  Leichen,  von  mumifizierten Körperteilen   wie   von   Gegenständen Bilder    mit    Strahlenkranz    erzeugen kann.

Jede Manipulation ist möglich.
Die   Korona   läßt   sich   je   nach Unterlage, Filmqualität, Anpreßdruck, elektrischer  Spannung   und  Frequenz verändern.

Als Diagnosemethode ist Kirlianfotografie nicht geeignet.

 

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vikas /Kirlianfotografie
Bibliographie

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 ©    Edition VIKAS 2008