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Vogtländische Informations- und Dokumentationsstelle destruktive Kulte / Psychogruppen / Esoterik

 


Übersicht öffentlicher Beiträge zum Thema: Kulte


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Thema dreieck Autor / Quelle dreieck Kategorie Datum dreieckdown Aktion
Aussteigen - Gedanken der Protagonistin Ariela Bogenberger zum Dokumentarfilm "Aussteigen" Bogenberger, Ariela - BR PUBLIC 2017-07-11 lesen printer kommentar

(BR 11.07.2017) Die erfolgreiche Autorin Ariela Bogenberger schildert in diesem Dokumentarfilm erstmals öffentlich ihren Ausstieg aus einer Sekte, der sie jahrelang angehörte. Es ist ein Film über Indoktrination, Verantwortung, Schuld, über die Suche nach Anerkennung und den Wunsch nach Liebe. Kulte und Sekten reißen Familien auseinander. Sie beuten den Idealismus und die Sensibilität kluger und fähiger Menschen aus. Zum Vorteil der Gurus, die meist, wie die Made im Speck, gutes Geld verdienen und sich von der Bewunderung, dem Geld und dem Vertrauen ihrer Klientel bestens nähren. Solche Gruppen sind nicht demokratisch, neigen zu Übergriffen und isolieren ihre Mitglieder auf ungesunde Weise von ihren Freunden, der Realität und einem selbstbestimmten Leben. Auf die leiseste Kritik reagieren sie bösartig. Daran kann man sie erkennen.

Genre: Radio
Kulte oder ausländische Lobby-Gruppen? - Wahn und Spinnerei? - Oder ernstzunehmende politische Herausforderung? Gandow, Thomas PUBLIC 2017-03-26 lesen printer kommentar

(Gandow, Thomas - 2006) Für den Innenminister des deutschen Bundeslandes Hessen war die Sache schon vor 20 Jahren klar. Am 20. März 1986 veröffentlichte er im Sozialdemokratischen Pressedienst eine Entwarnung in Sachen La Rouche-Bewegung. Angesichts dessen, dass Politiker in öffentlichen Äußerungen „dringend dazu auffordern“, Gruppen wie die LaRouche-Bewegung „nicht ernstzunehmen“ und die Beschäftigung mit den angeblich „verstiegenen und paranoiden“ Gruppen von Politikern gern den Sektenbeauftragten der großen Kirchen zugewiesen wird, - als seien diese für Wahn, Verstiegenes und Paranoides, jedenfalls für „unpolitisches“ zuständig - fällt umso mehr auf, dass viele dieser Organisationen in starkem Maße direkt politisch tätig sind – wobei sie von vielen Politikern durchaus als politische Akteure ernst genommen und sogar geschätzt werde. Dass Kulte oder Sekten, besonders im politischen Bereich, eine regelrechte Lobby-Arbeit in eigener Sache, also für sich selbst, betreiben, ist vielen klar und regt kaum noch jemanden auf, selbst wenn dabei ziemlich ungewöhnliche Methoden zum Einsatz kommen. Staatliche Stellen argumentieren, stets, dass sie auf Grund ihrer Neutralitätspflicht nichts gegen die Kulte unternehmen könnten. Ihre Neutralitätspflicht sollte sie wenigstens dazu zwingen, auch nichts für die Kulte zu unternehmen.

Genre: Fachmagazin
Ivo Sasek und seine Bewegung - Grundlegende Darstellung (Erschienen im Materialdienst der EZW, 4/2003) EZB-Materialdienst INFOTHEK 2017-03-03 lesen printer kommentar

Das Bemühen um ein christlichens Leben nach biblischem Vorbild hat zu vielen Zeiten die Kirchengeschichte begleitet. Oft waren es kleinere, engagierte Gruppen, die auf Mißstände in dem etablierten Christentum hinwiesen und als wachsende Bewegungen wichtige Impulse für Reformen gaben. Insofern hatten und haben diese kleinen Gruppen – so unbequem sie mitunter auch sein mögen – eine wichtige Funktion für die gesamte Christenheit, wenn der Satz von der ecclesia semper reformanda praktisch werden soll. Auf der anderen Seite geht dieses Reformbestreben oft mit der Gefahr der Versektung einher und hat nicht selten zu bleibenden Abspaltungen geführt. Diese Gefahr wird insbesondere dann akut, wenn nur noch die eigene Form des Glaubenslebens als Verwirklichung wahren Christseins anerkannt wird und die Gemeinschaft mit der übrigen Christenheit darüber zerbricht. In dieser Spannung zwischen berechtigten Reformimpulsen und der Gefahr einer neuen Sektenbildung steht die Bewegung, die mit dem Namen Ivo Sasek verknüpft und mancherorts als Organische Christus-Generation (OCG) bekannt geworden ist.

Genre: Fachmagazin
Rechtsradikalismus in der Esoterik - Einführung in das Thema Fromm, Rainer Dr. INFOTHEK 2016-10-31 lesen printer kommentar

Esoterik ist „die Lehre des Irrationalen und des Glaubens an kosmische Gesetzmäßigkeiten, die wissenschaftlich zumeist nicht erklärbar sind".13 Dieser Gegensatz zu einem technokratischen und rationalen Weltbild ermöglicht, dass „kosmische Wahrheiten" selbsternannter auserwählter Meister vollkommen unreflektiert Einzug in die ideologischen Gebäude esoterischer Disziplinen und Denkrichtungen halten. Rechtsextremisten und Esoteriker erklären sich zu Besitzern des Wahrheitsmonopols und zeichnen sich durch eine weitgehende Unfähigkeit zum rationalen Diskurs über ihre universellen Wahrheiten aus. Die Blut- und Boden-Lehre der Nationalsozialisten oder der Mythos der angeblichen Höherwertigkeit des arischen Menschen ist nichts anderes als ein Appell an Gefühle und übersinnliche Weisheiten. Nicht umsonst verlangen zahllose okkulte Gruppen auch eine Trennung von „alten rationalen oder materiellen Überzeugungen", denn nur wer sich und „seine ,Seele' öffnet, kann an der esoterischen Gemeinschaft teilhaben".14

Genre: Monographie
Kinesiologie ist Esoterik Heinemann, Ingo - AGPF 20.2.2010 INFOTHEK 2016-10-15 lesen printer kommentar

Als Kinesiologie wird heute ein Sammelsurium mehr oder weniger esoterischer Theorien und Methoden bezeichnet, die irgendwie mit Bewegung oder Muskeln (>>) zu tun haben. "Kinesiologie" ist offenbar ein Patentrezept, ein Heilsweg (>>) für alle Lebenslagen, wie für Sekten und Psychogruppen typisch. Das ergibt sich auch aus den zahlreichen Wortverbindungen, die als Markenzeichen angemeldet wurden (>>).

Genre: Beitrag
Glaube und Heilung Grotepass, Christoph - Sekteninfo NRW PUBLIC 2016-10-08 lesen printer kommentar

Glaube kann bekanntlich bei der Heilung von Krankheiten helfen. Mehr als eine vage Hilfe wird ihm dabei allerdings selten zugetraut - eher eine persönlich-moralische Unterstützung einer vom Arzt verschriebenen Medizin, Operation oder Psychotherapie. Wichtig wird er wieder als Bewältigungshilfe, wenn die Schulmedizin mit ihrem Latein am Ende ist. Aber auch den schulmedizinischen Interventionen wird nicht mehr grenzenlos vertraut. Das ist zum Teil auch gut so - die Patienten haben ihre Mündigkeit gegenüber dem "Halbgott in Weiß" entdeckt. Die Erwartung an die Medizin als reinen Körper-Reparaturbetrieb oder zum eigenen Hightech-Tuning nach fragwürdigen Idealen wird in Frage gestellt. Zunehmend schauen sich Heilsuchende nach alternativen Therapien um und werden auch fündig. Schon lange gibt es in Deutschland mehr "Naturheiler" als Ärzte.

Genre: Beitrag
Bruno-Gröning-Kreis Heinemann, Ingo - AGPF INFOTHEK 2016-08-06 lesen printer kommentar

Bruno Grönkowski alias Bruno Gröning (30.5.1906 bis 26.1.1959) wähnte sich für von Gott gesandt, hielt Vorträge, betätigte sich als Heiler und wurde wegen verbotener Heilbehandlung verurteilt. In seinem Auftrag wurde 1958 der Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlagen in Deutschland e.V. gegründet, der noch heute existiert (>>).

Nach Grönings Tod gründete seine Anhängerin Margarete "Grete"  Häusler (25.3.1922 bis 6.9.2007) den "Bruno Gröning Freundeskreis" (>>), den dazugehörigen Trägerverein (>>) und diverse Firmen (>>). Nach ihrem Tod wurde ihr Sohn Dieter Häusler (geb. 1962) ihr Nachfolger im Vorstand des Vereins, der auch alleiniger Gesellschafter der Grete Häusler GmbH ist.
 
Im "Kreis"" geniessen das Andenken an Bruno Gröning und seine angeblichen Heilerfolge kultische Verehrung. Es wird behauptet, er habe eine "Lehre" geschaffen, deren Anwendung Heilung bewirken könne. Wichtigster "Lehrsatz": Es gibt keine unheilbaren Krankheiten. "Heilung" durch Wegdefinieren der Krankheit ist eine bei Esoterik und Sekten weit verbreitete Methode. Zu deren Inventar gehören üblicherweise auch nicht näher definierte Energieströme, die angeblich Heilung bewirken sollen. Bei Bruno Gröning ist es ein "Heilstrom" (>>), der angeblich auch noch über 50 Jahre nach seinem Tod wirkt.

Genre: Internet-Blog allgemein
Esoterik und Leitkultur Barth, Claudia INFOTHEK 2016-07-31 lesen printer kommentar

Seit dem Umbruch 1990 ist im gesamten gesellschaftspolitischen Bereich ein konservatives Roll-Back zu verzeichnen. Die Kluft zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander, die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft nimmt zu, Krieg findet wieder innerhalb Europas statt. Deutschlands außenpolitisches Machtgebahren wird von einem grassierenden mörderischen Rassismus im Inneren begleitet. Antisemitismus herrscht abermals in einem Ausmaß, das vor zehn Jahren noch nicht für möglich gehalten wurde.

Mit dem Erstarken des rechtsnationalen Lagers und der Niederlage der sozialistischen Gesellschaftsordnungen ging die Selbstauflösung ehemals linker, fortschrittlicher, emanzipatorischer Gruppierungen und Projekte im Westen einher. Die meisten der in der Folge der 1968er Rebellion gegründeten Gruppen und Organisationen lösten sich entweder auf oder wandelten sich zu systemkonformen, staatstragenden Verbänden. Die große Masse der ehemals gesellschaftskritisch „alternativ“ engagierten Menschen, Friedens- und Umweltbewegten, vollzog einen Rückzug ins Private.

Angesichts dieser konfliktträchtigen Verhältnisse scheint es bei klarem Kopf verwunderlich, weshalb Prognosen, die ein neues Zeitalter der weltweiten Harmonie anbrechen sehen, massenhaft Glaubwürdigkeit finden. Doch im geschichtlichen Rückblick lässt sich erkennen, dass gerade während gesellschaftlicher Krisenzeiten Behauptungen von Übersinnlichem, apokalyptisch-mystische Verkündungen eines neuen Zeitalters/Reiches, der Glaube an die Vorherbestimmung des eigenen Lebens prosperieren. Hohe Arbeitslosenrate, politische Verunsicherung und Zukunftsangst stehen in Zusammenhang mit der Zuflucht zu irrational-esoterischer Sinnstiftung.

Genre: Monographie
Türkei: Tod einer Demokratie Kazim Hasnam - Spiegel 22.07.2016 PUBLIC 2016-07-21 lesen printer kommentar

Mein Herz blutet. Denn diese Türkei könnte ein lebensfrohes, buntes Land sein, mit seiner kulturellen Vielfalt, seinen schönen Städten, den herrlichen Küsten, den weiten Landschaften mit den Olivenhainen und Bergen und, vor allem, mit seinen vielen liebenswürdigen Menschen. Es könnte ein prosperierendes Land sein. Es hat die Menschen, es hat die Ressourcen, es hat das Potenzial.

Ich habe gelernt, dass man als Mensch, der die Türkei mag, leidensfähig sein muss. Es wird einem viel abverlangt, und das nicht erst seit dem Wochenende, seitdem sich in der Türkei eine dramatische Entwicklung vollzieht, sondern schon seit Jahren. Mit den Gezi-Protesten im Sommer 2013, wo Menschen aus allen Schichten gegen den Autoritarismus von Recep Tayyip Erdogan protestierten und dafür beschossen, weggeprügelt und ins Gefängnis gesteckt wurden, wurde das für die ganze Welt sichtbar.

Genre: Journalismus
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