buch2 V I D S - INFOTHEK PUBLIC
Vogtländische Informations- und Dokumentationsstelle destruktive Kulte / Psychogruppen / Esoterik

 


Übersicht öffentlicher Beiträge zum Thema: Esoterik und Extremismus / Fanatismus


Es wurden 63 Einträge gefunden / Sie befinden sich auf Seite 1 / Neue Suche / INFOTHEK BEENDEN / infofepa
Thema dreieck Autor / Quelle dreieck Kategorie Datum dreieckdown Aktion
Vom Feuerwehrchef zum Holocaustleugner? Kaufhold, Roland PUBLIC 2018-06-06 lesen printer kommentar

(ZO 05.06.2018) Als Beamter leitete er die Dortmunder Feuerwehr, in seiner Freizeit umgab er sich mit Neonazis. Nun steht er vor Gericht. Er soll den Holocaust geleugnet und gegen Flüchtlinge gehetzt haben. Über Flüchtlinge postete er, dass man „dieses Lumpenpack“ endlich aus unserem Land herausschmeißen solle, sprach von „kulturfremden Kameltreibern und Eselhirten“.  Ende April 2010 wurde Schäfer suspendiert. Zuerst wollte die Stadt ihn aus dem Dienst entfernen, danach dienstlich herabstufen. Damit scheiterte die Stadt vor Gericht, weil  sie ihm keine verfassungsfeindliche Gesinnung nachweisen konnte [sic!]. Am Dienstag wollte das Gericht seine Facebook-Beiträge als Beweise begutachten – doch den Richtern gelang es nicht, sein Profil in dem Netzwerk aufzurufen.  Ein Schelm, der Arges  dabei denkt.

Genre: Journalismus
Mehr Rechtsextremisten im Vogtland Riedel, Ulrich PUBLIC 2018-06-05 lesen printer kommentar

(FP 05.06.2018/Plauen) Im Jahr 2017 gab es einen deutlichen Zuwachs des rechtsextremistischen Potenzials im Vogtlandkreis. Das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) rechnet diesem Spektrum im Vogtlandkreis 200 bis 250 Personen zu, 2016 waren es noch 100 bis 150. Im Gegensatz zum sachsenweiten Trend. Dabei spielt die 2013 gegründeten Bewegung "Der dritte Weg" eine besondere Rolle. Der Dritte Weg übernahm inzwischen fast nahtlos die Rolle der Revolutionären Nationalen Jugend (RNJ). Der Dritte Weg gibt sich sozial engagiert und wirkt äußerlich nicht so abschreckend wie althergebrachte Nazi-Organisationen.

Genre: Journalismus
Merkels USA-Politik: Die Unterwerfung Augstein, Jacob PUBLIC 2018-05-22 lesen printer kommentar

(Spiegel 21.05.2018) Donald Trump betreibt eine Politik des reinen, schieren US-Imperialismus. Wir hatten diesen Begriff lange nicht mehr. Er kommt aus dem Totenhaus der Geschichte. Als die Linken die Welt nicht nur erklären, sondern verändern wollten. Nicht einmal konservative Kommentatoren geben sich noch Mühe, den imperialistischen Charakter der US-Politik zu bemänteln. Die Linken haben Recht behalten. Dann wäre jetzt Zeit für den antiimperialistischen Kampf. Aber eine wird dabei fehlen: Angela Merkel. Jetzt probt Europa den Aufstand. Ganz Europa? Nein. Die Deutschen proben die Unterwerfung. Sie machen wieder einmal Heinrich Manns Untertan alle Ehre und wollen sich mit stiller Lust der Macht beugen: "Die Macht, die über uns hingeht und deren Hufe wir küssen! ... Gegen die wir nichts können, weil wir alle sie lieben! Die wir im Blut haben, weil wir die Unterwerfung darin haben!" Diesmal ist es die amerikanische Macht.

Genre: Beitrag
Neonazi-Inhalte in internem Chat der Vogtland-AfD Kollenberg, Kai und Beckerf, Lea PUBLIC 2018-05-19 lesen printer kommentar

(FP 18.05.2018)  Ein Chat unter vogtländischen AfD-Mitgliedern, bei dem neonazistische und rassistische Inhalte geteilt wurden, hat große Kritik hervorgerufen. Vertreter von sächsischen Parteien zeigten sich empört. "Die Äußerungen sind unmittelbarer Ausfluss der menschenverachtenden AfD-Ideologie", sagte Grünen-Fraktionschef Volkmar Zschocke. Der Linken-Politiker Lutz Richter äußerte sich ähnlich: "Es sind genau die von der AfD gepflegten ,Werte', die zu solchen Exzessen führen." Der Rechercheverbund von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" hatte  von einer internen Untersuchung des sächsischen AfD-Landesverbandes berichtet. Grundlage dafür waren 93 Seiten des Chats, an dem sich mindestens neun Mitglieder des Kreisverbands Vogtland - darunter der Vorsitzende - beteiligt hatten. Aus den sozialen Netzwerken trieft der Hass auch über ein halbes Jahr nach Inkrafttreten des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes noch wie zuvor. Und in der AfD bringen sich die Höckes, Maiers und von Storchs mit immer neuen Eskapaden von rassistischen Tweets bis Geschichtsrevisionismus in die Schlagzeilen. Die Rechtsaußen stört das nicht, sie feuern ihre Populisten an.

# Genre: Journalismus
Szene-Juristen im NSU-Prozess: Die Rechts-Anwälte Jüttner, Julia PUBLIC 2018-05-15 lesen printer kommentar

(München) Der im NSU-Prozesss angeklagte Ralf Wohlleben war einer der führenden Neonazis Thüringens, genießt als einziger der fünf Angeklagten große Unterstützung in der rechten Szene und  als einziger lässt er sich von Anwälten aus dieser Szene verteidigen Da wären Anwalt Klemke, der sich im NSU-Verfahren in den vergangenen fünf Jahren viel Respekt erworben hat, auf juristischer Ebene. "Strafprozessual ist er der Beste unter allen Verteidigern", sagt ein Kollege. Manche seiner Ausführungen vor Gericht lassen erahnen, was Klemke wirklich denkt. Als er einen Zeugen befragte, beschrieb er dessen ghanaischen Verwandten als einen Menschen, "der nicht gerade rein deutschen Blutes ist". Nicole Schneiders, die Zweite im Bunde, kennt Wohlleben seit 17 Jahren. Damals studierte sie in Jena und baute mit ihm den NPD-Kreisverband auf. Er wurde Vorsitzender, sie seine Stellvertreterin. Wolfram Nahrath, der dritte Verteidiger Wohllebens, ist Mitglied der NPD und wurde 2000 zum Vorsitzenden des parteiinternen Schiedsgerichts gewählt.

Für Klemke, Schneiders und Nahrath dürften die Plädoyers im Prozess  eine Art Bewerbungsrede sein. Sie könnten noch mehr als ohnehin schon von dem Verfahren profitieren. Während andere Verteidiger ihr Mandat längst bereuen, haben Wohllebens Verteidiger ihren Ruf zementiert. Jetzt muss ihnen nur noch der krönende Abschluss gelingen: dem Angeklagten Wohlleben die Gloriole eines politisch Verfolgten zu geben.

Genre: Journalismus
Deutschland: Was ein Ex-Neonazi über den Rechtsruck in der Politik zu sagen hat Schreiner, Tobias PUBLIC 2018-04-01 lesen printer kommentar

(bento 01.04.2018) Christian Ernst Weißgerber war ganz tief drin in der rechtsradikalen Szene. bento hat mit ihm über Neu-Rechte Gruppierungen wie die Identitäre Bewegung gesprochen und ihn gefragt: Wie kann und sollte man mit Rechten reden? Weißgerber: Ich habe schon 2015 geschrieben, dass die AfD eine Partei ist, die eigentlich NPD-Politik macht, aber nicht das gleiche Stigma trägt. Der AfD-Gründer Bernd Lucke, der mittlerweile ausgetreten ist, und seine Mitstreiter waren ein vermeintlich national-liberales Aushängeschild, aber im Hintergrund war das bereits der typische völkisch-nationalistische Populismus. Man sollte im Alltag mit Rechten reden, nach den eigenen Möglichkeiten, solange man sich selbst sicher fühlt und ohne sich selbst kaputt zu machen. Aber nur, ohne sich selbst dabei in Gefahr zu bringen oder denen eine Bühne zu liefern.

Genre: Interview
Ein Extremismus-Forscher auf dem rechten Weg? Wolf, Tobias PUBLIC 2018-03-24 lesen printer kommentar

(SZ 24.03.2018)  Ein Mitarbeiter des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts tritt bei den Neuen Rechten auf. Es ist nicht das erste Mal, dass er seine Kollegen in Bedrängnis bringt. Fritze, Mitarbeiter am Dresdner Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, trug ausgerechnet bei der „Winterakademie“ des „Instituts für Staatspolitik“ im anhaltischen Schnellroda vor – einer Denkfabrik der Neuen Rechten. Sie fungiert weitgehend abseits der Öffentlichkeit als Schnittstelle zwischen Rechtsextremisten, extremen Konservativen, Pegida-Anführern und Parteien wie der AfD. Mitbegründer der Stichwortfabrik für die intellektuelle Neue Rechte ist Götz Kubitschek – ein Publizist, der mit antisemitischen Äußerungen auffällt und  den Völkisch-Nationalen in der AfD nahe steht.

Genre: Journalismus
Wie Rechtsextreme versuchen, Bürger zu ködern Hutter, Dominik PUBLIC 2018-03-14 lesen printer kommentar

(SZ 13.03.2018) Die rechtsextreme Szene versucht zunehmend, auch bürgerliche Münchner zu ködern. Statt der einfachen Blut- und Bodenideologie rücken  leichter vermittelbare Themen wie Sicherheit und Soziales in den Vordergrund. Gegen Minderheiten gehetzt wird trotzdem, vor allem Muslime und Flüchtlinge sind Opfer abwertender Agitation. Auffallend sei, sagt die Leiterin der beim Oberbürgermeister angesiedelten Fachstelle für Demokratie Heigl, dass sich die Szene professionalisiere und zunehmend arbeitsteilig vorgehe. Das mache sie immer gefährlicher.

Genre: Journalismus
Wie der "Schlächter von Wilna" davonkam Schslehner, Johannes PUBLIC 2018-03-13 lesen printer kommentar

(Spiegel 12.03.18)  Franz Murer machte den Bewohnern des Gettos von Wilna das Leben zur Hölle - und wurde nach dem Krieg in Österreich freigesprochen. Der Skandalprozess gegen den NS-Täter wirkt bis heute nach. Murer galt als tüchtig, packte an - und hasste Juden. Als Angehöriger der zivilen NS-Verwaltung im "Reichskommissariat Ostland" entschied er sich für die aktive persönliche Mitwirkung an der Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung. Er nutzte dafür seinen Handlungsspielraum als Zivilbeamter bis zum Äußersten aus. Am 10. Juni 1963, beginnt vor einem Grazer Geschworenengericht der Prozess gegen ihn, 37 Zeugen aus Österreich, Deutschland, Israel und den USA sind geladen. Die Anklage listet den Vorwurf des "gemeinen Mordes" in 16 Fällen auf, während des Prozesses wird noch ein 17. Mordvorwurf dazukommen. Die Last der Beschuldigungen scheint erdrückend. Doch was unmöglich schien, tritt ein: Die Geschworenen entscheiden am 19. Juni 1963 in ihrem Wahrspruch auf "nicht schuldig".  Der Freispruch für Murer durch die österreichische Justiz wird  zum Signal für alle, die einst an das Hakenkreuz geglaubt hatten: Ihr gehört wieder zu uns!

Genre: Beitrag
Neue Suche Seite: 1 (von 7) Anfang <== ==> Ende BEENDEN

Creative Commons Lizenzvertrag Edition VIKAS 2006-2016/FEPA V 2.1-2016