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Vogtländische Informations- und Dokumentationsstelle destruktive Kulte / Psychogruppen / Esoterik


Autor / Datum / Thema /Status Wolfgang Rühle - VIDS 05.10.2015 / 2015-10-06 13:48 / Gesundheitsjournalismus zwischen Anspruch und Wirklichkeit / INFOTHEK printer Beenden
Zusammenfassung

Bemerkungen zu ausgewählten Kriterien des Qualitätsjournalismus und deren Handhabung in der lokalen Presse. Journalisten und Leser haben ein gemeinsames Problem. Das Wissen wächst rasant.Informationen zu einem bestimmten Thema sind heute massenhaft auf Knopfdruck im Internet zugänglich. „Es wächst das Wissen, das man nicht versteht und doch benutzen muss“[1], formulierte es Norbert Bolz.

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Wolfgang Rühle / 06.10.2015

Gesundheitsjournalismus zwischen  Anspruch und Wirklichkeit

Bemerkungen zu ausgewählten Kriterien des Qualitätsjournalismus und deren Handhabung in der lokalen Presse


1. Einführung

Journalisten und Leser haben ein gemeinsames Problem. Das Wissen wächst rasant.Informationen zu einem bestimmten Thema sind heute massenhaft auf Knopfdruck im Internet zugänglich. „Es wächst das Wissen, das man nicht versteht und doch benutzen muss“[1], formulierte es Norbert Bolz.

Jeder muss täglich Entscheidungen treffen. Dazu braucht er Informationen. Davon bekommt er heute mehr, als ihm lieb sein kann. Das Informationsangebot kann von einem Einzelnen nicht mehr an der Realität gemessen werden. Die Unsicherheit wächst. „Die Kommunikationswahrnehmung tritt an die Stelle der Weltwahrnehmung“.[2] Ein Partner wird gesucht, der die Informationsflut filtern und in geordnete Bahnen lenken hilft.er Journalist kann genau dann zu einem solchen Partner werden, wenn er Orientierung und Aufklärung liefert und den Leser in die Lage versetzt, Sachverhalte abzuwägen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

„In einer Wissenskultur, deren Informationsströme vom Vertrauen und Misstrauen Nichtwissender gelenkt werden, ist Glaubwürdigkeit das höchste Gut“[3].Es sei dahin gestellt, ob die Informationsströme von Nichtwissenden gelenkt oder von Wissenden manipuliert werden – Glaubwürdigkeit bleibt das höchste Gut. Sie beugt Manipulation vor und schafft ein gesundes gegenseitiges Vertrauen. Glaubwürdigkeit kann nur gewinnen, wer zuverlässig Wertarbeit liefert. „Die Deutschen haben wenig Vertrauen in die Medien […] Fehlinformation, Einseitigkeit und schlechte Recherche – das sind […] einige Kritikpunkte an der politischen Berichterstattung. Das Vertrauen sinkt“, titelte Zeit online[4] unlängst. Dies betrifft nicht nur die politische Berichterstattung.

Journalismus ist ein Kommunikationsprozess zwischen Journalisten und Rezipienten. Verlief dieser lange relativ einseitig mit dem Journalisten als  Sender und dem Leser als  Empfänger, hat sich das spätestens mit den Kommunikationsmöglichkeiten des Internets geändert.  Der direkte  Kontakt zwischen dem Journalisten und dem  „unprofessionellen“ Rezipienten bietet für beide enormes Entwicklungspotential. Der Journalist muss sich unter den neuen Bedingungen wieder auf seine Kernkompetenz besinnen: Orientierung und Aufklärung liefern und die Kommunikation mit Fach- und Sachkompetenz prägen. 

 

2. Ausgewählte Qualitätskriterien im Gesundheitsjournalismus / KAM

Massenmedien machen Informationen allgemein zugänglich und schaffen damit eine grundlegende Voraussetzung der Meinungs- und Willensbildung in der Gesellschaft. Sie haben eine meinungsbildende Funktion, geben soziale Orientierung und sie befriedigen das Bedürfnis der Rezipienten nach Information, persönlicher Identität, sozialer Orientierung und Integration[5].Zahlreiche Umfragen der letzten Monate deuten darauf hin, dass die theoretischen Vorgaben unter den gegebenen realen Bedingungen teils vernachlässigt werden, teils aber auch nur bedingt umgesetzt werden können.

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„Medienmenüs haben ausgedient, gegessen wird á la carte…. Und es wird schon lange nicht mehr gegessen was auf den Tisch kommt, sondern vor allem das, was schmeckt, leicht bekömmlich und der jeweiligen Situation angemessen erscheint“. So beschreibt Anton Simons die aktuelle Situation der Medien. [6][i] Dieses Nutzerverhalten stellt für den Gesundheitsjournalismus eine besondere Herausforderung dar. In diesem Bereich bedarf es einer hohen Sach- und Fachkompetenz. Die größte Herausforderung dürfte für den Journalisten darin bestehen, das Thema ansprechend und trotzdem inhaltlich korrekt dem Rezipienten zu vermitteln. Die aktuelle Diskussion um die sogenannte komplementäre und alternative Medizin (KAM) verschärft das Problem. Die Akzeptanz esoterischer und parawissenschaftlicher Angebote in der Gesellschaft wächst stetig. Alternative Heilverfahren haben inzwischen eine so große Verbreitung gefunden, dass oft schon der Verstand derer in Frage gestellt wird, die deren Wirksamkeit kritisch hinterfragen.

Kriterien für Qualität im Journalismus lassen sich grundsätzlich aus den Normen und handwerklichen Regeln des journalistischen Berufes, den Anforderungen der Demokratie und den Erwartungen des Publikums ableiten.[7],[8] Der Qualitätsbegriff im Journalismus wird somit ausgehend von diesen Prämissen einem ständigen Wandel unterliegen. Der Begriff „Qualitätsjournalismus“ beschreibt im Grundsatz, wie mittels verschiedener Formate bestimmte grundlegende Leistungen für ein bestimmtes Publikum erbracht werden. Aus Sicht des Journalisten geht es dabei vorrangig um Kriterien wie Relevanz, Unabhängigkeit und professionelle Distanz, Recherche (!) und ausgewogene Berichterstattung. Der Rezipient möchte vor allem nützliche und verständliche Informationen erhalten und dem Überbringer vertrauen können. „Rupert Murdoch sieht einen ‚Hunger nach zuverlässigen Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen‘ […] und fordert: ‚Gebt den Lesern gute, ehrliche Geschichten zu den Themen, die ihnen wichtig sind‘“[9]

Der Begriff der Qualität ist im Journalismus schwer in einer einheitlichen Definition zu fassen. Das resultiert aus den möglichen unterschiedlichen Betrachtungsebenen  und unterschiedlichen  wissenschaftlichen Ansichten über die Relevanz verschiedener Kriterien.[10] In diesem Beitrag werden ausgewählte Kriterien näher betrachtet. 

Die Relevanz des Themas ist durch seine soziale Dimension gegeben.  Die Gesundheitsdebatte ist täglich in den Medien präsent und für den Rezipienten von Interesse. Das betrifft die politische Ebene und das Gesundheitswesen mit seinem organisatorischen und administrativen Umfeld in seiner Gesamtheit. Die Gesundheit stellt für jeden einzelnen inzwischen ein wichtiges Thema dar. Praktische Relevanz haben vor allem Nachrichten, die individuelle Chancen und Risiken anzeigen[11].

Vier von fünf Bundesbürgern interessieren sich "sehr" (44 Prozent) oder "etwas" (40 Prozent) für Gesundheitspolitik. Das Interesse am Thema wächst mit dem Alter: Während sich 55 Prozent der über 60-jährigen "sehr" für gesundheitspolitische Entwicklungen interessieren, sind es in der Gruppe der 18 bis 29-Jährigen lediglich 24 Prozent.[12] In der gleichen FORSA-Umfrage aus dem Jahre 2013 gehen die 45 bis 49-jährigen und auch die über 60-jährigen von einer deutlichen Verschlechterung der Gesundheitsversorgung in Deutschland aus. Das Interesse an Gesundheitsthemen und gesundheitspolitischen Themen dürfte somit wachsen.

Zu den wichtigsten Kriterien im Gesundheitsjournalismus zählen eine sachliche und unabhängige Darstellung des Themas in seiner Vielfalt. Neutralität und professionelle  Distanz  zum Thema und zu den Akteuren sind deshalb unabdinglich.Dies erfordert, dass sich der Journalist um eine rationale, sachliche, alle Aspekte desThemas beachtende Darstellung bemühen muss. Er hat kritisch zu prüfen, ob es sich bei den Informationen zu medizinischen und generell auf die Gesundheit bezogenen Themen tatsächlich um wissenschaftlich begründete Aussagen handelt. DerJournalist muss sich darüber im Klaren sein, dass Gesundheitsjournalismus einen verantwortungsvollen Umgang mit Ungewissheiten erfordert. Der Rezipient erwartet bei Gesundheitsthemen für ihn selbst relevante Informationen. Der Autor muss somit z. B. beim Vorstellen neuer Therapien akribisch alle Chancen und Risiken darstellen oder zumindest mögliche Ungewissheiten auf diese oder jene Art und Weise verdeutlichen. Gesundheitsjournalismus ist nicht nur Wissenschaftsjournalismus, er ist auch Ratgeber.

Die größte Herausforderung für den Journalisten ist dabei das Kerngebiet journalistischer Arbeit, die Recherche.

Evidenzbasierte Gesundheitsinformationen zu erhalten bedeutet für den Journalisten in erster Linie systematische Suche, Auswahl und kritische Bewertung von Literatur und einer möglichst großen Anzahl von wissenschaftlichen Studien. Fachinformationsdienste verschiedener Bibliotheken und Online-Fachportale wie z.B.medien-doktor.de leisten dabei gute Dienste.

Die Recherche verlangt vom Journalisten gute Kenntnis im Umgang mit Studien.Einer Publikation aus dem Wissenschaftsbereich kann es durchaus an Wissenschaftlichkeit fehlen. Dies zu erkennen, ist für den Journalisten eine Herausforderung. Nicht selten werden Wissenschaftsthemen übereilt publiziert. Auch Science und Nature mussten schon Artikel wegen Unwissenschaftlichkeit zurückziehen.Der Fachjournalist sollte diese Anforderungen in der Regel jedoch meistern können, von einem Redakteur einer Lokalredaktion kann das nicht unbedingt erwartet werden.

Häufig zitierte Experten verfolgen in der Regel ganz eigene Ziele. Deren Sachkompetenz kritisch und mit gebotener Distanz zu bewerten ist unter zwei Gesichtspunkten eine unabdingbare Aufgabe des Journalisten. Zitiert er einen Experten, den der Rezipient später als Pseudoexperten entlarvt, verliert der Journalist an Glaubwürdigkeit.Akzeptiert der Rezipient die Ansicht des Pseudoexperten,hat er sein Wissen gegebenenfalls um eine Falschinformation erweitert.

Der niedergelassene Arzt ist besonders in der lokalen Presse ein bevorzugter Ansprechpartner. Die Rahmenbedingungen, unter denen der Arzt seinen eigentlichen beruflichen Verpflichtungen nachkommt, haben sich in den letzten Jahren signifikant verändert. Der Arzt ist auch zunehmend Unternehmer. Der berufsfremde Aufwand, den ein Arzt als Kleinunternehmer meistern muss, hat zu einer Verschiebung der Wertevorstellungen und zu Verwerfungen im ursprünglichen Berufsbild des Arztes geführt. Die politischen Vorgaben im Gesundheitswesen verschärfen diese Problematik. Eine explorative Feldstudie aus dem Jahre 2002[13] kommt zu dem Ergebnis, dass der Wandel im Gesundheitswesen in Form von Budgetierung, steigender Konkurrenz […] wachsende unternehmerische Anforderungen an die Ärzte stellt. Der unternehmerische Aspekt tritt zunehmend in den Vordergrund. Ein so agierender Arzt kann für den Journalisten als verlässliche Quelle nur bedingt in Frage kommen.

Eine weitere Gruppe gern befragter „Experten“ sind Vertreter von akademischen Einrichtungen.Der Journalist kann nicht mehr darauf vertrauen, dass Universitäten grundsätzlich wissenschaftliche Erkenntnisse präsentierten. Esoteriker unterwandern die deutschen Hochschulen. Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Unsinn verwischt. Am anfälligsten für die Unterwanderung durch Esoteriker sind ausgerechnet die Universitäten. Das Internetprojekt psiram.com zählt deutschlandweit 17 Hochschulen mit pseudowissenschaftlichen Lehr- und Forschungsangeboten. Besonders deutlich zu beobachten ist der Einzug des Hokuspokus in der Medizin.[14]

Ein besonders krasses Beispiel an Pseudowissenschaftlichkeit bietet das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften (IntraG) der Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Das Institut dient in erster Linie der Weiterbildung von Ärzten, Apothekern und Psychotherapeuten im Rahmen eines Masterstudienganges „Komplementäre Medizin / Kulturwissenschaften / Heilkunde“. Dieser kann mit dem akademischen Gradeines Master of Arts (M.A.) abgeschlossen werden [sic]. Über den Inhalt des Studienganges informiert ScienceBlog[15]. Interessant ist auch ein Blick auf das Dozententeam. Ein astrologischer Ernährungs- und Lebensberater, der zuvor einmal in Tiermedizin promoviert hatte, ist nun Gastprofessor für Biokybernetik und Bioregulation. Harald Walach, der Leiter des Institutes, versucht paranormale Phänomene mit einer großzügigen Auslegung der Quantenphysik zu erklären. Ein Arzt, den wir im nächsten Punkt wiedertreffen werden, lehrt dort das Modul „Krankheit als ordnendes Prinzip“.

Das IntraG selbst sieht das nicht so und vermittelt auf seiner Internetseite einen ganz anderen Eindruck. Das Institut beruft sich auf die Beijinger Deklaration der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das deutsche Sozialgesetzbuch V und den ehemaligen Bundesminister für Gesundheit Dr. Phillip Rösler. Abgesehen von Rechtschreibfehlern wird der Journalist auf der Startseite des IntraG nichts Auffälliges finden. Von der WHO empfohlen, gesetzlich sanktioniert und von einem Dr. Rösler befürwortet - was kann daran falsch sein? Weitere Recherchen wird mancher Journalist vermutlich für nicht erforderlich halten.Es sollte es aber tun.  Im Interesse seiner eigenen Glaubwürdigkeit.

Irrationale Lehren findet man mittlerweile selbst an vermeintlich unverdächtigen Institutionen wie Behörden und staatlichen Bildungsstätten.

In der Fachliteratur wird umfassend, konkret und konstruktiv über Qualität im Journalismus gestritten. Ohne Einschränkungen zugängliche Medienportale wie z.B. medizinmag.de und medien-doktor.de zeigen Wege zur Qualitätssicherung auf. Wissenschafts- und Medizinjournalisten begutachten in dem Onlineportal medien-doktor.de mehrmals pro Woche in verschiedenen Medien publizierte medizinjournalistische Beiträge.Es ist ein hilfreiches Angebot von Journalisten für Journalisten. „Wir können Aussagen von Experten prüfen, indem wir selber wissenschaftliche Studien lesen. Das ist eine hohe Anforderung an Journalisten, das kann man aber lernen […]Das Problem ist: Wissenschaft ist meist nicht einfach. Wissenschaft, da geht es […] meist in kleinen Schritten voran, während Journalisten gern die großen Ergebnisse erzählen möchten […] die beiden Systeme Journalismus und Wissenschaft kollidieren da“  beschreibt Marcus Anhäuser, einer der Mitautoren des Portals, das Problem des Journalisten in einem Beitrag des NDR[17]. Die Checkliste auf medien-doktor.de ist eine gute Orientierung. Ein Mindestmaß an rationalem Grundverständnis beim Journalisten ist Voraussetzung für dessen Nutzung. Patentrezepte gibt es nicht.

Umfangreiche und ergebnisoffene Recherche ist eine notwendige Voraussetzung für eine qualitätsgerechte Berichterstattung. Medizinische Studien und Expertenmeinungenhaben eine Gemeinsamkeit, die Journalisten beachten müssen - nur wer die Hintergründe kennt, kann die Ergebnisse sachgerecht einordnen. Je mehrsich der Journalist in die Denkweise der Spezialisten aus dem zu thematisierenden Fachgebiet hineinversetzen kann,umso besser kann er die Informationen dem Rezipienten vermitteln. So gesehen hat er viel mit einem Dolmetscher gemeinsam. Eine gute Simultanübersetzung gibt es nur dann, wenn der Übersetzer gedanklich in beiden Sprachen zuhause ist.

In einer ersten vorläufigen Auswertung einer nicht repräsentativen Stichprobe von 170 Beiträgen in deutschen Medien kommen Holger Wormer und Marcus Anhäuser zu dem Ergebnis, dass eine differenzierte Kritik und Analyse der Stärken und Schwächen der Medizinberichterstattung notwendig ist.[18] Die Autoren weisen besonders auf folgende Mängel hin (% der Anzahl der untersuchten Beiträge):

Regional- und Lokalzeitungen schneiden dabei deutlich schlechter ab als andere Medien. Schlechte Noten bekommt bei dieser Auswertung auch eine Kernkompetenz des Journalismus – die Recherche.Die Aussage von Horst Schilling verwundert somit nicht: „Es zeigt sich, dass die Presse regelmäßig Wunderheiler-Phantasien bedient und sich vor allem leichtfertig vor den PR-Karren von Ärzten, Kliniken und pharmazeutischen Herstellen spannen lässt“.

Die offensichtlich bestehenden Probleme allein dem Journalisten anzulasten, wäre zu kurz gegriffen. Qualitätsberichterstattung kann nurunterentsprechenden Rahmenbedingungen geboten werden. Diese hat der Journalist nicht zu verantworten, aber zu ertragen, wenn er sich nicht wehrt.[20]

 

3. Gesundheitsjournalismus in der lokalen Presse

Anhand von  Beispielen  aus der Lokalpresse  (Mitteldeutsche Zeitung, Freie Presse) wird aufgezeigt, wie Gesundheitsjournalismus nicht sein sollte. Die Anforderungen an die Autoren  können nicht mit denen an  Fachjournalisten gleichgesetzt werden, sollten aber einen Mindeststandard erfüllen.

 

3.1.  Alternative Heilmethoden – Freie Presse klärt auf?

Die „Freie Presse“ (FP) startete im Mai 2015 eine Serie zu alternativen Heilmethoden.  Die Berichterstattung erfolgt in einer Zeit zunehmend unzureichender ärztlicher Versorgung im Vogtland und im mittleren Erzgebirge. Das Landratsamt des Vogtlandkreises  hat inzwischen für die Region Reichenbach den Ärztenotstand ausgerufen[21]. Vor diesem Hintergrund titelte die FP im einleitenden Artikel vom 07.05.2015:

„Anders  heilen  - Alternative Heilmethoden im Überblick - Wirkt Natur wirklich Wunder?  Diese Ratgeber-Serie soll Klarheit schaffen“

„Wir  wollen aufklären, Befürwortern und Kritikern Raum für ihre Argumente geben. Bei der Debatte darüber sollte endlich Schluss sein mit dem Schwarz-Weiß-Denken: Schulmediziner doktern nur an Symptomen rum, Naturheiler sind Scharlatane. Zweifellos gibt es unter dem Deckmantel der Naturmedizin schwarze Schafe, denen es vor allem ums Geld geht. Der Begriff ist nicht geschützt und weit auslegbar bis tief ins Esoterische.   Fakt ist aber auch, dass sich immer mehr Ärzte naturheilkundlichen Methoden öffnen. Einige sind inzwischen so gut durch Studien belegt, dass Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen. “[22]

Die Autorin Katrin Saft verspricht an dieser Stelle, mit der geplanten Serie aufzuklären und Befürwortern und Kritikern Raum für Argumente zu geben. Dieses Versprechen soll an einigen Beiträgen überprüft werden.

Bereits der einleitende Beitrag verfehlt das selbst vorgegeben Ziel. Dass die Krankenkassen die Kosten für bestimmte naturheilkundliche Verfahren übernehmen hat weniger mit den  in der Regel wissenschaftlich  bedenklichen  Studien zu tun. Dies ist eher den marktwirtschaftlichen Gegebenheiten, den politischen Vorgaben und dem Trend der öffentlichen Meinung geschuldet.

Die Aussage, dass immer mehr Ärzte naturheilkundliche Verfahren anwenden hat in diesem Zusammenhang eher suggestiven Charakter. Sie gibt keine Auskunft darüber, warum sie dies tun.  Es wird mit dieser Aussage kolportiert, dass diese Verfahren aufgrund der Kompetenz der Experten a priori zu empfehlen sind.

Im Beitrag zur Homöopathie[23] verweigert sich der Autor konsequent wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es drängt sich beim Lesen sogar der Eindruck auf, dass der Autor mit aller Macht wissenschaftliches Arbeiten als vernachlässigbar darzustellen versucht. Über 90% des Artikels dienen dazu, eine wissenschaftlich widerlegte Methode und deren Wirksamkeit zu beschreiben. Eine  Kinderärztin mit homöopathischer Zusatzausbildung wird als einzige Expertin zitiert. Kritiker haben in diesem Beitrag keine guten Karten. Eine australische Metastudie über die Unwirksamkeit der Homöopathie wird mit dem Argument  gekontert,  dass jeder Homöopath unzählige Beispiele erfolgreicher Behandlungen nennen kann. Die einzige in diesem Beitrag befragte Expertin bekräftigt diese Aussage.

Sollte der Autor für den Beitrag recherchiert haben, dann war diese Recherche sehr einseitig und mit Sicherheit nicht ergebnisoffen. Er hätte neben seinen homöopathischen Experten auch eine ganze Reihe wissenschaftlich arbeitender Fachleute gefunden. Mit großer Wahrscheinlichkeit wäre er dann über die vergeblichen Versuche des Nachweises der Wirksamkeit der Homöopathie an  verschiedenen akademischen Einrichtungen informiert worden.  

Das eigentliche Problem dieser Berichterstattung beschreiben Simon Sing und Edzard Ernst [24] in ihren Schlussfolgerungen zur Untersuchung der Wirksamkeit der Homöopathie kurz und prägnant: „[…] die Öffentlichkeit wird durch Nachrichten irregeführt, die die Homöopathie in einem viel zu positiven Licht zeigen.“ Colin Goldner zeigt noch einen weiteren Trugschluss auf: „Homöopathie wird nicht wirksamer dadurch, dass sie vielfach auch in ärztlichen Praxen anzutreffen ist und die Präparate über die Apotheke verkauft werden“.[25]

Wie stellt sich die Situation aus Sicht des Lesers dar? Ein unkritischer und mit genügend Vertrauen in seine Tageszeitung ausgestatteter Leser der FP aus dem Vogtland wird unter der eingangs geschilderten Situation der ärztlichen Versorgung diesen Artikel vermutlich wohlwollend aufnehmen. Zur Erinnerung: Die Gesundheit stellt für jeden einzelnen inzwischen ein wichtiges Thema dar. Praktische Relevanz haben vor allem Nachrichten, die individuelle Chancen und Risiken anzeigen[26]. So mancher Leser der FP wird nach dem Lesen des Beitrages vielleicht doch überlegen, ob er beim Homöopathen oder Heilpraktiker vorsprechen sollte. Der Termin beim Hausarzt liegt ja noch in weiter Ferne. Kritischere Leser werden zuvor vielleicht noch bei der Stiftung Warentest nachschlagen.

Teil 13 der Serie befasst sich mit der 1925 von dem  Arzt Ferdinand Huneke begründeten Neuraltherapie. Neuraltherapeuten nach Huneke werben damit, dass ihre Methode angeblich mehr als 300 Leiden kurieren kann, von der Fehlgeburt bis zum Zwölffingerdarmgeschwür. In der evidenzbasierten Medizin kommt unter der Bezeichnung „Therapeutische Lokalanästhesie“ nur der als Segmenttherapie bezeichnete Teil der Neuraltherapie zur Anwendung. Er dient der  Schmerzlinderung. Der zweite Bestandteil der Neuraltherapie, die sogenannte Störfeldtheorie,  ist als Heilmethode wissenschaftlich nicht anerkannt.[27]  Die Autorin des Beitrages stellt beide Therapiebestandteile als gleichwertig dar. Schlimmer noch, sie verwechselt die Begriffe Segment- und Störfeldtherapie. Über die erheblichen Risiken der Therapie wie z.B. Organverletzungen durch die tiefe Stichtechnik wird der Leser in keiner Weise informiert.  Nur in einem Satz darf Dr. Aust  auf die  Infektionsgefahr an den Einstichstellen und allergische Reaktionen hinweisen. Die Autorin  bemüht gleich drei Experten. Trotzdem wird  dem Leser ein falscher  Gesamteindruck  von der Therapie vermittelt und auch noch durch eine Patientenmeinung erhärtet.  Hätte die Autorin selbst ausführlich und mit der nötigen Distanz recherchiert, wäre ihr  das vielleicht aufgefallen. 

Problematisch erscheint mir noch ein weiterer Aspekt. Die Autorin stützt sich in ihrem Beitrag stark auf den Experten Dr. Flechsig. Dieser betreibt eine Naturheilpraxis, die 2009 mit dem  Qualitätssiegel SalutoCert vom Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften INTRAG an der Europa Universität VIADRINA in Frankfurt/Oder zertifiziert  und als akademische Lehrpraxis des IntraG anerkannt wurde.[28]  Bei einem  Blick auf die Vita des Arztes[29] wäre der Autorin nicht entgangen, dass auch Festhaltetherapie nach Prekop (vom Kinderschutzbund schlicht als Kindesmisshandlung bezeichnet) und die sogenannte Systemische Therapie (DISA) – nicht zu verwechseln mit der im klinischen Kontext angewandten  Familientherapie nach Satir – in der Naturheilpraxis angeboten werden. Weitere Recherchen hätten die Autorin  zum Familienstellen nach Hellinger[30] geführt. Diese „Therapien“ sind Bestandteil  des IntraG-Modules „Krankheit als ordnendes Prinzip“, dessen Autor Dr. Flechsig ist.  

Der Artikel stellt einen Sachverhalt nicht korrekt dar und wirbt gleichzeitig mit einem Experten, dessen wissenschaftliche Reputation zumindest angezweifelt werden darf.

Bei allen Beiträgen dieser Serie handelt es sich im Grundsatz um eine Berichterstattung, die dem Trend der öffentlichen Meinung folgt.  Diese  resultiert aber nicht aus der Überlegenheit der Alternativmedizin gegenüber der Schulmedizin, wie es von alternativmedizinisch   tätigen Ärzten und deren Lobby gern dargestellt wird. Dieser Trend wird vorrangig durch Fehler im bestehenden  Gesundheitssystem, zunehmende Irrationalität  im Alltag   und gezielte Desinformation gefördert.

Die Aufgabe des Journalisten besteht nicht darin Trends zu bestätigen. Er muss für und wider abwägen, eine Diskussionsgrundlage schaffen  und zum Nachdenken anregen.  Dies  vermisse ich in diesen Beiträgen.

Die FP erreicht mit einer Gesamtauflage[31]  von 261.126 Exemplaren  im Südwesten Sachsens täglich etwa 643.000 Leser, d.h. ca.  52% der Bevölkerung im Verbreitungsgebiet. 97% der Auflage sind abonniert. Das weist auf eine hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung hin. Fast die Hälfte der Bevölkerung im Verbreitungsgebiet wurde mit Beiträgen  konfrontiert, deren Autoren  gleich mehrere grundlegende Kriterien des Gesundheitsjournalismus nicht erfüllt  haben:

Bei den meisten Beiträgen der Serie  kann man von sogenannten verdeckten Appellen sprechen.  Ein unkritischer  Empfang einer solchen Botschaft z. B. bei vorliegendem Interesse hat  zur Folge, dass der  Sachinhalt als Wissensbestand für eigene Entscheidungen herangezogen wird.[32] Betrachtet man die eingangs erwähnte Situation der ärztlichen Versorgung in der Region und die Struktur der Leserschaft der FP, dann ist die Wahrscheinlichkeit dafür relativ hoch anzusetzen.

 

3.2.  Mitteldeutsche Zeitung – eine einfache Nachricht mit Folgen

Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) zeigt in einem Beitrag vom August 2015, wie man mittels einer einfachen Lokalnachricht problemlos Falschmeldungen an den Leser bringt.

Am 27.08.2015 wurde   in der „Welthauptstadt der Homöopathie“[33] Köthen ein neuer Doppelstockzug der Elbe-Saale-Bahn auf den Namen „Samuel Hahnemann“ getauft. Der Autor des Beitrages wollte vermutlich die Namensgebung  besonders würdigen und verstieg sich zu der folgenden Behauptung: „Hahnemann ist es zu verdanken, dass die Homöopathie in den Rang einer Wissenschaft erhoben wurde“[34]. Hätte sich der Redakteur im Internet nur kurz informiert, wäre er wohl kaum auf den Gedanken gekommen, die Homöopathie mit der Wissenschaft in Verbindung zu bringen. Als  Skeptiker hätte er das Ereignis vielleicht so formuliert: „Der Zug für die Homöopathie ist soeben abgefahren“.  Vermutlich wäre der  Beitrag  dann  nicht gedruckt worden.

Warum hat es der Redakteur nicht bei einer einfachen Nachricht belassen? Er hätte kaum etwas falsch machen können. Mit einem einzigen Satz, der Wertung der Arbeit Hahnemanns, hat er sich selbst fachlich disqualifiziert und dem Leser eine falsche Information übermittelt.

Warum dieser Beitrag gedruckt wurde, darüber kann im Nachgang nur spekuliert werden. Er fügt sich aber nahtlos in das Konzept der Mitteldeutschen Zeitung ein, die seit Jahren in regelmäßigen Abständen ihre Begeisterung für die Homöopathie pflegt und dabei die gebotene Sachlichkeit vermissen lässt. Die Sucheingabe von „Mitteldeutsche Zeitung Homöopathie 2015“ bei Google ergab am 07.09.2015über 5600 Treffer.Kritik wird in den vorgenommenen Stichproben überwiegend im Konjunktiv formuliert. Das ist noch kein Beweis aber ein starkes Indiz für eine Schieflage in der Berichterstattung über die Homöopathie.

 

4. Fazit

In der lokalen Berichterstattung scheint die Forderung, den Lesern zu wichtigen Themen zuverlässige Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen zu geben[35] in Vergessenheit zu geraten. Gesundheitsjournalismus wird hier mehr vom Wunsch des Lesers und von Lobbyisten der KAM geprägt, weniger von Sachlichkeit. .Die gesellschaftliche Akzeptanz der KAM verführt Journalisten zu einer Berichterstattung, die der Forderung nach Zuverlässigkeit, Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit, nach Neutralität und professioneller Distanz widerspricht. Vergessen wird dabei der eingangs erwähnte Wunsch des Lesers.

Unwissenschaftliche Berichterstattung im Gesundheitsjournalismus wird derzeit durch politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen gefördert[36],[37].Vermutlich schon aus diesem Grunde werden dieLokalredakteureder FP und MZ den Sachverhalt anders bewerten. Diesem Lobbyismus sollten sich Journalisten jedoch verweigern, auch wenn er vonPolitikernmit akademischen Graden betrieben wird. Akademische Grade und gesellschaftliche Positionen bieten keine Garantiefür die Qualität der gebotenen Informationen.

Die Redakteure der FP befinden sich mit ihrer Berichterstattung zur alternativen Medizin in bester Gesellschaft mit Politikern, dem Gesetzgeber und diverser Gesundheitsinstitutionen unseres Landes. Um das Vertrauen der Leser sollten sie sich aber schon Gedanken machen. Diese fühlen sich in Sachen Gesundheit von der Politik und dem Gesundheitssystem zunehmend allein gelassen. Sie brauchen dringend objektive Informationen. Das sollte Journalisten beflügeln, ihre eigentlichen Aufgaben als Informationsvermittler mit Vertrauensbonus besonders ernst zu nehmen.

 

 

[1] Bolz  (2000), S. 130 ff.

[2] Ebenda

[3] Campenhausen (2014),  S. 8

[4] Anonymus (2015)

[5] Vgl. Mast (2012),  S, 27 ff.

[6] Simons (2011), S. 112

[7] Vgl. Mast  (2012), S. 372 ff.

[8] Vgl. Lilienthal , Schnedler (2012, S.15 ff.

[9] Simons (2011), S. 175

[10] Vgl. Polovnikova (2013),  S.3 ff.

[11] Vgl.  Kepplinger (2011) , S. 99 ff.

[12]Vgl.  Aponet.de (2013)

[13] Vgl. Strauch (2002), S.23 ff.

[14] Vgl. Kramer (2011)

[15] Vgl. Berger  (2010)

[16] Vgl. Viadrina (2015)

[17] Vgl. Kalle, Leube (2012)

[18] Vgl. Lilienthal et al. (2014 ),   Pos. 752

[19] Ebenda  Pos 471

[20] Lilienthal/Schnedler (2012),  S. 15 ff.

[21] Nagel (2015), S.1

[22] Saft (2015), S.1

[23] Klameth (2015), S.1 ff.

[24] Singh, Ernst (2009), S 175

[25] Goldner (2008) , S. 90

[26] Vgl. Kepplinger (2011), S. 99 ff.

[27] Vgl. Federspiel et al. (2005),  S. 238 ff.

[28] Vgl. Flechsig(1), (2015)

[29] Vgl. Flechsig(2), (2015)

[30] Vgl ars-mendi, (2015)

[31] Vgl. Freie Presse, (2015)

[32] Vgl. Schulz von Thun (2006), S. 221 ff.

[33] Vgl  Hartung-Lieblang  (2013)

[34] Vgl. Anonymus MZ (2015)

[35] Vgl.  Simons (2011), S. 175

[36] Siehe „Homöopathischen Nachrichten“ Juni/Juli 2009

http://www.zeit.de/gesellschaft/2015-06/medienkritik-journalismus-vertrauen (26.09.2015)
 

  • Anonymus MZ: Taufe am Köthener Bahnhof – Zug heiß jetzt Hahnemann,  Mitteldeutsche Zeitung online,  27.08.2015,  http://www.mz-web.de/koethen/taufe-auf-dem-koethener-bahnhof-zug-heisst-jetzt--hahnemann-,20641024,31605956.html  ( 07.09.2015)
     
  • Aponet.de: Umfrage Bürgermeinungen zu Gesundheitsthemen, 2013 http://www.aponet.de/service/themenspecial-gesundheit-waehlen/umfrage-buergermeinungen-zu-gesundheitsthemen.html, (15.09.2015)
     
  • Ars-mendi GmbH: (2015), http://www.ars-medendi-gmbh.de/2007/09/10/tagesworkshop-kinder-sind-gaste-die-nach-dem-weg-fragen-in-ehrenfriedersdorf/ (20.09.2015)
     
  • Berger, Ulrich: Akademische Esoterik: Der Fall Viadrina, SciensBlogs,   12.12.2010, http://scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2010/12/12/akademische-esoterik-der-fall-viadrina-13/ (27.09.2015)
     
  • Bolz, Norbert:  Wirklichkeit ohne Gewähr:  In: Der Spiegel 26 (2000)
     
  • Campenhausen, Jutta von: Wissenschaft vermitteln: Eine Anleitung für Wissenschaftler,  Springer Fachmedien Wiesbaden, 2014, ISBN 978-3-531-19360-1
     
  • Federspiel, Krista/Herbst, Vera/Ernst, Edzard: Die Andere Medizin: „Alternative“ Heilmethoden für Sie bewertet,  Stiftung Warentest, Berlin, 2005, ISBN 13:978-3-937880-35-8
     
  • Flechsig, Burkhard Dr.med (1):  Akademsische Lehrpraxis, (2015) http://www.naturarzt-flechsig.de/naturheilkundepraxis/akademische-lehrpraxis/ (20.09.2015)
     
  • Flechsig, Burkhard Dr.med (2):  Über mich, (2015) http://www.naturarzt-flechsig.de/naturheilkundepraxis/akademische-lehrpraxis/ (20.09.2015)
     
  • Freie Presse: Wir über uns, Freie Presse online, 23.09.2013, http://www.freiepresse.de/SERVICE/MEDIENHAUS/Auflagen-und-Reichweite-artikel7948676.php (16.09.2015)
     
  • Gesundheit wählen: Bürgermeinungen zu Gesundheitsthemen, 05.09.2013,  (http://www.gesundheit-waehlen.de/gesundheit-waehlen-fragt-buergermeinungen-zu-gesundheitsthemen/  (23.09.2015)
     
  • Goldner, Colin: Alternative Diagnose- und Therapieverfahren: Eine kritische Bestandsaufnahme, Alibri-Verlag, Aschaffenburg,  2008, ISBN 978-3-8659-043-2
     
  • Harder, Bernd: Vor der Bundestagswahl: Die Politik und die Homöopathie, GWUP, , 20.06.2013,  http://blog.gwup.net/2013/06/20/vor-der-bundestagswahl-2013-die-politik-und-die-homoopathie// (07.09.2015)
     
  • Hartung-Lieblang, Ute: Köthen wird Homöopathie-Welthauptstadt, Mitteldeutsche Zeitung online, 04,02,2013, http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/aerzteverband-zieht-um-koethen-wird-homoeopathie-welthauptstadt,20641266,21785842.html (07.09.2015)
     
  • Kalle, Janina/Leube, Jakob: Journalisten im Studienrausch: NDR, ZAPP, 24.10.2012, https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Journalisten-im-Studienrausch,zapp5805.html (15.09.2015)
     
  • Kepplinger, Hans Mathias:  Realitätskonstruktionen: Theorie und Praxis öffentlicher Kommunikation, 1. Auflage,  Springer Fachmedien Wiesbaden,  2011,  ISBN 978-3-351-18033-5
     
  • Klameth, Steffen; Homöopathie – Die Kraft der Kügelchen, Freie Presse online, 07.05.2015, http://www.freiepresse.de/THEMEN/Teil-5-Homoeopathie-Die-Kraft-der-Kuegelchen-artikel9188892.php (16.09.2015)
     
  • Kramer, Bernd: Der akademische Geist: Esoteriker unterwandern die deutschen Hochschulen, 31. Mai 2011, ZEIT Wissen Nr. 4/2011, http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/04/Dossier-Esoterik-Esoterisierung (16.09.2015)
     
  • Lilienthal, Volker/ Reineck, Dennis/ Schnedler, Thomas (Hrsg.):  Qualität im Gesundheitsjournalismus:  Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis, Springer Fachmedien Wiesbaden, 2014, ISBN 978-3-658-02427-7 /Kindle-Edition
     
  • Lilienthal, Volker/ Schnedler, Thomas :Gezwungen, sich zu verkaufen? Zur sozialen Lage von Journalistinnen und Journalisten,  APuZ, 62. Jahrgang, 29-31/2012, 16. Juli 2012
     
  • Mast, Claudia  (Hg):  ABC des Journalismus: Ein Handbuch,12. völlig überarbeitete Auflage, UVK Verlagsgesellschaft mbH, Konstanz und München, 2012, ISBN 978-3-86764-289-7
     
  • Nagel, Ramona: Reichenbach ist erste Region in Sachsen mit Ärztenotstand, Freie Presse online, 05.08.2015, http://www.freiepresse.de/LOKALES/VOGTLAND/REICHENBACH/Reichenbach-ist-erste-Region-in-Sachsen-mit-Aerztenotstand-artikel9266201.php (15.09.2015)
  • Polovnikova, Polina:  Qualität im Journalismus, Studienarbeit, GRIN Verlag,  2013, ISBN 978-3-656-54814-0
     
  • Saft, Katrin: Anders Heilen – Alternative Heilmethoden im Überblick, Freie Presse online, 25.09.2015, http://www.freiepresse.de/RATGEBER/GESUNDHEIT/thema-anders-heilen/Anders-heilen-Alternative-Heilmethoden-im-Ueberblick-artikel9188975.php  (15.09.2015)
     
  • Schulz von Thun, Friedmann:  Miteinander reden: Störungen und Klärungen: Allgemeine Psychologie der Kommunikation, 43. Auflage,  Rowohlt Taschenbuch Verlag,  2006, ISBN 3 499 17489 8
     
  • Simons, Anton: Journalismus 2.0, UVK Verlagsgesellschaft mbH, Konstanz,  2011, ISBN 978-3-86764-116-6
     
  •  Singh, Simon/ Ernst, Edzard:  Gesund ohne Pillen:  Was kann die Alternativmedizin, Carl Hanser Verlag, München,  2009, ISBN 978-3-446-23301-0
     
  • Strauch, Markus:  Das Aufgabenverständnis niedergelassener Ärzte: Eine Explorative Feldstudie, Diplomica GmbH, Hamburg, 2002, ID 5708
     
  • Viadrina: Startseite, (2015):  https://www.europa-uni.de/de/forschung/institut/institut_intrag/Grundlagen/index.html (22.09.2015)

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